Unfallübung mit landwirtschaftlichem Gerät
– 3 Verletzte Insassen – gemeinsame Übung mit der SEG Dinklage
Die jährliche gemeinsame Unfallübung mit dem Malteser Hilfsdienst / SEG Dinklage und der Feuerwehr Dinklage führte am vergangenen Dienstag wieder in die Bauernschaft Bahlen. Dort war es in einem Kurvenbereich zu einem schweren Verkehrsunfall mit drei beteiligten Pkw und einem landwirtschaftlichem Trecker mit Anhänger gekommen.
Die Organisatoren hatten sich folgendes Szenario ausgewählt: Ein (roter) Pkw war frontal in das Heck des landwirtschaftlichen Geräts gefahren. Der Fahrer und der Beifahrer waren schwer eingeklemmt. Ein weiterer (schwarzer) Pkw war seitlich in das Gespann gefahren, auch hier war der Fahrer eingeklemmt. Der dritte (silberne) Pkw hatte sich durch ein Ausweichmanöver auf einem Feld mehrfach überschlagen und lag kopfüber auf dem Feld. Hier war der Fahrer in seinem Pkw eingeschlossen. Die Verletzten wurden durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr Dinklage gespielt.
Nach dem gemeinsamen Eintreffen von Feuerwehr und Rettungsdienst wurde nach einer ersten Erkundung und nach Rücksprache mit dem C-Dienst der Malteser die Rettungsmittel entsprechend den Fahrzeugen eingeteilt und weitere Einsatzkräfte hinzugezogen. Das ersteintreffende HLF 20/16 übernahm die Rettung des Beifahrers aus dem roten Pkw. Der Fahrer war bereits verstorben. Schwierigkeiten bereiteten hier ein Baumstamm auf dem gekippten Anhänger, der nicht gesichert werden konnte. Dadurch musste die Rettung des Beifahrers patientenschonend erfolgen. Die Verletztenversorgung übernahm der Rettungsdienst.
Das zweiteintreffende HLF 20 übernahm die Rettung der Fahrerin aus dem schwarzen Pkw. Hier war nach Rücksprache mit dem Rettungsdienst Eile geboten, da die Fahrerin am schwersten verletzt war. Nach dem Öffnen der Beifahrertür als Versorgungszugang, wurde die Fahrertür mit Hilfe von Akku-Spreizer und -Schere entfernt und die Rettung konnte mit Hilfe eines Spinboards über die Beifahrerseite erfolgen.
Die Rettung des dritten Verletzten übernahm die Besatzung des LF 8. Mit Hilfe von zwei Leiterteilen, wurde der Pkw stabilisiert. Der Verletzte wurde bis zum Eintreffen von weiteren Rettungskräften durch die Feuerwehr betreut. Nach der medizinischen Versorgung konnte der Fahrer aus seiner misslichen Lage befreit werden und dem Rettungsdienst übergeben werden. Anschließend baute die Besatzung einen Hubschrauberlandeplatz auf.
Nach einer guten Stunde konnte der Einsatzleiter Übungsende bekanntgeben. Nach der Nachbesprechung der Übung, konnten die Gerätschaften zurück gebaut werden. Neben kleinen Verbesserungen, war die Übungsleitung, der Einsatzleiter der Feuerwehr und die Verantwortlichen des Rettungsdienstes sehr zufrieden mit dem Übungsverlauf und der Kommunikation untereinander. Im Anschluss an die Übung gab es im Feuerwehrhaus eine Kleinigkeit zu essen und kühle Getränke.
Bilder: Bernd Windhaus, MHD Dinklage
