Datum: 09/27/2025 um 00:06 Uhr
Dauer: 2 Stunden 30 Minuten
Einsatzart: MTG-2
Einsatzort: BAB A1
Mannschaftsstärke: 31
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 1, HLF 2, LF 8, MZF
Einsatzbericht:
Lkw prallt in Leitplanke und steht quer zur Fahrbahn – Autobahn gesperrt
Lage zunächst unklar – Fahrer lebensgefährlich verletzt – großes Trümmerfeld
„VU – Lkw in Leitplanke, Lage unklar“ so lautete die Einsatzmeldung auf den digitalen Meldeempfängern am Samstagmorgen. Um kurz nach Mitternacht hatte die Einsatzleitstelle Vechta die Feuerwehr Dinklage, zwei Rettungswagen, einen Notarzt und einen Rettungshubschrauber auf die Autobahn A 1 alarmiert.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war ein 41-jähriger Mann aus Cloppenburg mit seinem Sattelzug auf der A1 in Richtung Bremen unterwegs. Kurz hinter der Anschlussstelle Lohne/Dinklage geriet der Sattelzug zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit den Außenschutzplanken, schleuderte quer über die dreispurige Fahrbahn, prallte gegen die Mittelschutzplanken und erneut gegen die Außenschutzplanken. Abschließend kam der Sattelzug quer auf der Fahrbahn zum Stillstand. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte hatte sich der Fahrer selbständig mit Hilfe von Ersthelfer aus seiner verunfallten und nach vorne geklappten Sattelzugmaschine befreit. Die Besatzung des Rettungswagen des MHD Dinklage kümmerte sich um den lebensgefährlich verletzten Mann. Er wurde anschließend unter Notarztbegleitung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Der angeforderte zweite Rettungswagen und der Rettungshubschrauber kamen nicht mehr zum Einsatz. Nach Polizeiangaben bestand beim Unfallverursacher der Verdacht, dass dieser alkoholisiert gewesen ist, deshalb wurde ihm im Krankenhaus eine Blutprobe entnommen.
Durch das Unfallgeschehen wurden Fahrzeugteile des Sattelzuges auf die Richtungsfahrbahn Osnabrück geschleudert, welche von einem 34-jährigen Fahrer mit seinem Pkw überfahren wurden. Hierbei wurde der Pkw so stark beschädigt, dass dieser nicht mehr fahrbereit war und abgeschleppt werden musste. Kurzzeitig war der Verkehr in beiden Richtungen voll gesperrt.
Da bei dem Unfall auch der Tank der Sattelzugmaschine beschädigt wurde, trat eine größere Menge Dieselkraftstoff aus. Die hinzugerufene Feuerwehr Dinklage war mit 5 Einsatzfahrzeugen und 31 Einsatzkräften an der Unfallstelle und konnte einen Großteil des ausgelaufenen Dieselkraftstoffes binden. Ausgelaufener Dieselkraftstoff wurde in einer Wanne aufgefangen und anschließend in ein anderes Behältnis umgefüllt. Zusätzlich sicherte die Feuerwehr die Einsatzstelle ab, baute einen dreifachen Brandschutz auf und leuchtete die Unfallstelle bis zum Eintreffen der Autobahnmeisterei aus. Da die Richtungsfahrbahn Bremen durch den quer stehenden Lkw gesperrt war, sicherte die Feuerwehr die Rettungsgasse, damit abrückende Einsatzfahrzeuge die Autobahn als Geisterfahrer verlassen konnten.
Die Feuerwehr Dinklage konnte die Einsatzstelle nach über zwei Stunden verlassen und stellte im Feuerwehrhaus wieder die Einsatzbereitschaft her. Für die anschließende Unfallaufnahme und die aufwendigen Bergungs- und Reinigungsarbeiten musste die A1 an der Anschlussstelle Lohne/Dinklage in Fahrtrichtung Bremen voll gesperrt werden. Die Vollsperrung wurde zunächst durch die Autobahnpolizei Ahlhorn, im weiteren Verlauf dann durch die Autobahnmeisterei Holdorf eingerichtet. Der Gesamtschaden wird von der Polizei auf ca. 100.000 Euro geschätzt.
